Blogger Convention re:publica’08 – Day 1 on Hobnox

Sorry, it’s in german, coz I copy-pasted it…

Wir stellen euch alle Beiträge aus dem großen Saal zu Verfügung. Leider kann man den Player nicht embedden, denn er befindet sich im geschlossenen Beta-Bereich auf Hobnox. Schaut auf der Stage vorbei, dort seht ihr dann die Videos.

Hier gibt es das Programm.

Der erste Tag begann mit einer Keynote von Prof. Viktor Mayer-Schauberger (Harvard).

Keynote: Nützliches Vergessen

Informationsökologie im digitalen Zeitalter

Menschen können sich erinnern – und vergessen. Seit Jahrtausenden ist für uns Menschen das Erinnern schwer, und das Vergessen einfach. Die digitale Technologie hat dies umgekehrt. Heute ist es durch kostengünstige Datenspeicher und leichtes Suchen für uns als Einzelne aber auch als Gesellschaft einfach zu erinnern und schwer zu vergessen.

In meinem Vortrag analysiere ich diese gesellschaftliche Verschiebung und den Zusammenhang zu Innovation und Informationsökonomie. In einem zweiten Schritt erläutere ich warum uns diese Entwicklung Anlass zur Sorge sein sollte, und fordere Informations- und Datenökologie. Aber anders als jene die nach neuen Individualrechten und umfassenden rechtlichen Rahmen rufen, schlage ich im dritten Teil meines Vortrages lediglich vor den Automatismus der Speicherung wieder umzudrehen – und zwar mit einer Kombination aus Recht und Technik.

Als nächstes wurde die Zukunft sozialer Netzwerke dikutiert. Als Referenten traten in Erscheinung: Joel Berger, Tim Pritlove, Michael Brehm, Oliver Überholz und Dirk Olbertz

Die Zukunft der Social Networks

Geschlossene Türen oder offene Fenster?

Wir wollen in die Zukunft von Sozialen Netzwerken schauen: Was sind die technologischen und gesellschaftlichen Trends? Wie wird damit Geld verdient? Und wo bleibt der Datenschutz für die Nutzer?
Darauf folgte eine Mittagspause. Es gab Spaghetti mit Pesto.
Gut gesättigt lauschte die deutsche Blogger-Elite daraufhin der Qualitätsdebatte.

Die Qualitätsdebatte

Blogs vs Journalismus ?

Es referierten und diskutierten: Mercedes Bunz, Stefan Niggemeier und Thomas Knüwer.

Um 16 Uhr lieferte Peter Schuett eine Keynote zum Thema Web 2.0 im Unternehmen.

Keynote: Web 2.0 im Unternehmen

Peter Schütt beschreibt in seiner Keynote das langjährige Engagement von IBM im Bereich Social Software. Er schlägt in seinem Beitrag eine Brücke zwischen der allgemeinen Nutzung von Web 2.0 Technologien und deren Einführung in Unternehmen. IBM ist Premium Partner der re:publica 08.

Für Heiterkeit und große Rock ‘n’ Roll-Momente sorgte die WEB SIDE STORY von Mit-Organisator Johnny Haeusler, wir können aus gema-technischen Gründe keine Bild- und Tonmittschnitte liefern. Ich sage nur: “Nie wieder MySpace” zur Melodie von “My Way”.

Ein anderer Mit-organisator, Markus Beckedahl, übernahm daraufhin mit etwas ernstem:

Die digitale Gesellschaft

Forderungen für eine zeitgemässe Netzpolitik

Wir präsentieren einige Thesen rund um die aktuelle Netzpolitik, wo wir das Gefühl haben, dass sie noch nicht wirklich in der Politik angekommen sind.

Um 19 Uhr kam es zu einem Live-Podcast zum Oberthema der re:publica08:

Die kritische Masse

Tim Pritlove führt als Live-Podcast von Chaosradio Express ein Gespräch mit dem Schriftsteller Peter Glaser über das Motto der re:publica “Die Kritische Masse”. Im Dialog sollen Aspekte alternativer Meinungsgestaltung im digitalen Zeitalter, der Einfluss elitärer Minderheiten auf Mehrheiten und im besonderen der Effekt moderner Themengestaltung und Berichterstattung im Internet auf die Aufmerksamkeitsökonomie der traditionellen Medien diskutiert werden.

Kann eine Masse überhaupt kritisch sein oder ist die Kritik ein Merkmal des Individuums? Kann eine Masse die Summe von Individuen sein oder löst sie sich dann in Beliebigkeit auf? Wann überschreitet eine Gemeinschaft den kritischen Punkt und nimmt Einfluss? Sind wir in einer Übergangsphase vom Massenmedium zu einer Masse von Medien? Welche Qualität liegt in der Qualität?

Diese und andere Fragen und Thesen sollen das Diskussionsfutter in diesem Diskurs sein, der sich um eine Standortbestimmung “kritischer” Medienpräsenz in aktuellen Realität digitaler Netzwelten bemüht. Peter Glaser steht dabei für eine künstlerisch-praktische und vor allem unterhaltsame Aufarbeitung der Thematik statt einer trockenen theoretisch-akademischen Abhandlung des Stoffes.

Den (hüstel) Höhepunkt des Abends lieferte Torsten Kleinz:

Porno 2.0

Von der Innovation zur Copycat

Eigentlich ist Porno der ideale Content für das Web 2.0: die Produktionsmittel sind komplett in privater Hand, die technischen Anforderungen gering und noch hat Amazon kein Patent auf orale Entspannungstechniken angemeldet. Nicht mal die Kategorisierung bietet Probleme – die Bandbreite reicht von “Lesbian” über “MILF” bis zum “Fetish”.

Doch die Realität sieht traurig aus. War die Porno-Branche einst ein Triebmotor für die Entwicklung des Internets, ist seit Jahren nichts Neues mehr zu melden. Aus den Kämpfern an der technischen und moralischen Front sind bloße Copycats geworden. Das berühmte Youporn ist eine mehr als traurige Kopie von YouTube. Nutzerbeteiligung ist nicht wirklich erwünscht – die Botschaft lautet: “Ladet Eure Filmchen hoch und verschwindet”.

Zum Abschluss lieferten Sascha Lobo, Moritz Metz, Philipp Albers und Holm Friebe von der Zentralen Intelligenz Agentur ein Domainnamen-Scrabble ab.

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